Kostenloser Online-Einlage-vs.-Investment-Rechner
Vergleichen Sie eine Bankeinlage mit einer Geldanlage, vor und nach Inflation.
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Festgeld oder ETF: was der Rechner zeigt
Festgeld oder ETF, Tagesgeld oder Aktienfonds: Dieser Rechner vergleicht zwei Wege, denselben Einmalbetrag über denselben Zeitraum wachsen zu lassen. Entweder bleibt das Geld als Einlage bei der Bank zu einem festen Zins, oder es fließt in eine Anlage mit einer gleichbleibenden jährlichen Rendite. Er zeigt, was beide am Ende in Euro wert sein könnten und was dieser Betrag nach Inflation in heutigem Geld bedeutet.
Hinter der Frage steckt die klassische Entscheidung zwischen Sparen und Investieren. Tagesgeld und Festgeld bieten einen bekannten Zins und einen Kontostand, der nicht mit der Börse fällt. Ein Aktien-ETF oder ein Anleihenfonds bietet die Chance auf mehr Wachstum, dafür kommen Gebühren, eine andere Besteuerung und schwankende Kurse dazu. Der Rechner legt beides in ein Diagramm, damit der Zielkonflikt in Zahlen sichtbar wird und nicht nur im Prinzip.
Er ist für Fragen wie diese gebaut: Wie viel mehr könnte eine Anlage in 10 oder 20 Jahren bringen als mein Festgeld? Übersteht dieser Abstand Gebühren, Abgeltungsteuer und Inflation? Und welche Rendite braucht eine Anlage, um mit einem guten Festgeldzins mitzuhalten? Alles läuft in Ihrem Browser, nichts wird gesendet.
In diesem Ratgeber:
- wie Sie jedes Feld ausfüllen, einschließlich Steuern und Fondsgebühr
- die genauen Formeln des Rechners und was er auslässt
- Tagesgeld, Festgeld und ETF im Vergleich, nominale und reale Rendite
- Abgeltungsteuer, Teilfreistellung und Gebühren, Break-even-Renditen und Tabellen
- drei Rechenbeispiele in Euro, typische Fehler und die Grenzen des Modells
Wenn die Idee, dass Erträge selbst wieder Erträge bringen, für Sie neu ist, lesen Sie zuerst den Grundlagenartikel Zinseszins und der Zeitwert des Geldes.
So benutzen Sie den Einlage-vs.-Anlage-Rechner
Der Rechner startet in Euro mit 10.000 € und dem Szenario „Hohe Inflation“; die Beispiele bleiben bei EUR. Der Umschalter UAH / USD / EUR sitzt auf breiten Bildschirmen in der Kopfzeile von Ihre Zahlen, auf Smartphones unter Weitere Optionen, und ändert nur das Symbol. Die Eingaben erscheinen in dieser Reihenfolge:
- Szenarien. Die Chips „Hohe Inflation“, „Moderat“ und „Konservativ“ oben setzen Einlagezins, Anlagerendite, Inflation und Zeitraum mit einem Klick. Anfangsbetrag, Währung und Weitere Optionen bleiben unverändert.
- Anfangsbetrag. Die eine Summe, die Sie vergleichen. Sie liegt zu Beginn sowohl in der Einlage als auch in der Anlage.
- Jährlicher Einlagezins. Der Zins, den die Bank pro Jahr zahlt, in Prozent.
- Jährliche Anlagerendite. Die angenommene Jahresrendite der Anlage vor der Fondsgebühr.
- Jährliche Inflationsrate. Der jährliche Preisanstieg, mit dem die Ergebnisse in heutiges Geld umgerechnet werden.
- Zeitraum. Die Zahl ganzer Jahre, die beide Optionen laufen.
- Weitere Optionen. Unter „Einlage“: Steuer auf Einlageerträge und Steuerzeitpunkt der Einlage. Unter „Anlage“: Jährliche Fondsgebühr, Steuer auf Anlageerträge und Steuerzeitpunkt der Anlage. Jeder Zeitpunkt ist entweder „Jährlich“ oder „Bei Auszahlung“.
Auf Smartphones hat der Anfangsbetrag − und + statt eines Schiebereglers.
| Eingabe | Was Sie eintragen | Standard und Bereich |
|---|---|---|
| Szenarien | Vorgabe für Zinsen und Zeitraum | Hohe Inflation 15/10/10 % über 10 Jahre; Moderat 8/9/4 % über 15; Konservativ 5/7/2 % über 20 |
| Anfangsbetrag | Einmalbetrag für jede Option | 10.000; ab 0 |
| Jährlicher Einlagezins | Jahreszins der Bank | 15 %; 0 bis 50 % |
| Jährliche Anlagerendite | Erwartete Jahresrendite vor Gebühren | 10 %; 0 bis 50 % |
| Jährliche Inflationsrate | Erwarteter jährlicher Preisanstieg | 10 %; 0 bis 50 % |
| Zeitraum | Ganze Jahre | 10; 1 bis 50 |
| Steuer auf Einlageerträge, Zeitpunkt | Steuersatz auf Zinsen und wann er greift | 0 %, Jährlich; 0 bis 50 % |
| Jährliche Fondsgebühr | Laufende Kosten des Fonds pro Jahr | 0 %; 0 bis 10 % |
| Steuer auf Anlageerträge, Zeitpunkt | Steuersatz auf Gewinne und wann er greift | 0 %, Bei Auszahlung; 0 bis 50 % |
Prozentwerte der Szenarien: Einlagezins, Anlagerendite, Inflation.
Ergebnisse richtig lesen
Die Hauptzahl, Anlage vs. Einlage (N J.), ist der nominale Endwert der Anlage minus den der Einlage. Ein Balken teilt beide, die Einlage in Navy, die Anlage in Bernstein. Endwert der Einlage und Endwert der Anlage sind die nominalen Kontostände nach den eingetragenen Gebühren und Steuern, Realer Wert der Einlage und Realer Wert der Anlage dieselben Beträge in heutigem Geld.
Der Tab Diagramm zeichnet nominale Werte durchgezogen und reale gepunktet, jeweils in der Farbe ihrer Option; der Tab Nach Jahren listet die vier Werte für jedes Jahr. Weitere Optionen endet mit einem Hinweis zu realen Werten.
Zum Vergleich anheften merkt sich das Szenario: Die Hauptzahl zeigt einen grauen Chip „vs. angeheftet“, das Diagramm zwei gestrichelte Linien, und eine Zeile nennt das angeheftete Szenario. Ein Wechsel der Währung, Zurücksetzen oder Neuladen löscht es. PDF speichert Eingaben, Ergebnisse und Jahrestabelle, Teilen teilt den Link ohne Ihre Zahlen, Zurücksetzen stellt die Standardwerte wieder her. Auf Smartphones und Tablets stehen die Ergebnisse in einer Leiste unten, Details öffnet den Rest.
Ein Detail ist wichtig, wenn Sie den Steuerzeitpunkt „Bei Auszahlung“ wählen: Nur das letzte Jahr in Diagramm und Tabelle ist nach Steuern. Die früheren Jahre zeigen den Stand vor Steuern, deshalb kann die Linie im letzten Jahr nach unten springen. Um den Wert nach Steuern zu einem früheren Zeitpunkt zu sehen, stellen Sie den Zeitraum auf dieses Jahr.
Wie der Rechner Einlage und Anlage berechnet
Der Rechner führt zwei parallele Jahresrechnungen durch, eine für jede Option, und teilt danach beide durch denselben Inflationsfaktor.
Wachstum der Einlage
Jedes Jahr bringt die Einlage Zinsen auf den aktuellen Kontostand zum jährlichen Einlagezins. Ohne Steuer ist das die normale jährliche Verzinsung, also der Zinseszins:
Einlage = K × (1 + d)^nKist der Anfangsbetragdist der jährliche Einlagezins als Dezimalzahl (3 % sind 0,03)nist der Zeitraum in Jahren
Die Zinsen werden einmal im Jahr gutgeschrieben. Eine monatliche oder tägliche Verzinsung bietet der Rechner für die Einlage nicht. Schreibt Ihre Bank die Zinsen beim Tagesgeld monatlich oder vierteljährlich gut, tragen Sie den effektiven Jahreszins ein; er gibt an, um wie viel der Kontostand in einem Jahr tatsächlich wächst.
Wachstum der Anlage und jährliche Fondsgebühr
Die Anlage funktioniert genauso, nur wird vorher die Gebühr von der Rendite abgezogen:
g = R − f
Anlage = K × (1 + g)^nRist die jährliche Anlagerendite als Dezimalzahlfist die jährliche Fondsgebühr als Dezimalzahl, etwa die laufenden Kosten (TER) eines ETFgist das jährliche Nettowachstum
7 % Rendite mit 1 % Gebühr wachsen also genau mit 6 % pro Jahr. Ein echter Fonds entnimmt seine Kosten als Anteil am Vermögen, was etwas anders ausgeht: Über 30 Jahre auf 10.000 € ergibt die einfache Subtraktion 57.435 €, eine Gebühr von 1 % auf das gewachsene Vermögen 56.308 € (der zweite Wert ist mit der Formel 10.000 × (1,07 × 0,99)^30 gerechnet, nicht mit dem Rechner). Genau für diese Frage ist der Gebühreneffekt-Rechner gebaut.
Steuerzeitpunkt: jährlich oder bei Auszahlung
Jede Seite hat einen eigenen Steuersatz s und Zeitpunkt. Jährlich zieht die Steuer von den Zinsen oder dem Gewinn jedes Jahres ab, bevor sie weiterwachsen. Bei Auszahlung lässt den vollen Gewinn wachsen und besteuert einmal den Gesamtgewinn am Ende:
Jährlich: EW = K × (1 + x × (1 − s))^n
Bei Auszahlung: EW = K × (1 + ((1 + x)^n − 1) × (1 − s))Dabei ist x gleich d für die Einlage und g für die Anlage. Bei gleichem Steuersatz und positiver Rendite liefern beide Zeitpunkte über ein Jahr dasselbe Ergebnis; über jeden längeren Zeitraum endet „Bei Auszahlung“ höher, weil das Geld, das sonst an das Finanzamt ginge, bis zum Ende mitverdient. Das ist der Stundungseffekt, und der Abschnitt über Steuern zeigt, wie groß er wird.
Von nominal zu real
Beide Kontostände werden durch den kumulierten Inflationsfaktor desselben Jahres geteilt:
Realer Wert = EW ÷ (1 + π)^nπ ist die jährliche Inflationsrate als Dezimalzahl. Das Ergebnis ist der Betrag in heutiger Kaufkraft. Weil beide Optionen durch denselben Wert geteilt werden, ändert die Inflation nie, welche Seite vorn liegt. Sie ändert, was beide Ergebnisse wirklich wert sind und ob sie den Anfangsbetrag überhaupt schlagen.
Annahmen hinter den Zahlen
- Nur Einmalanlage. Ein Betrag zu Beginn, keine monatliche Sparrate und keine Entnahmen.
- Konstante Sätze. Einlagezins, Anlagerendite und Inflation sind jedes Jahr gleich. Es gibt keine Schwankungen, kein Jahr mit fallenden Kursen und keine Zinsänderung bei der Anschlussanlage.
- Jährliche Verzinsung auf beiden Seiten, jeweils am Jahresende.
- Gebühr als Subtraktion von der Rendite, nur auf der Anlageseite.
- Feste Steuersätze, die Sie eintragen; keine Freibeträge, keine Kirchensteuer, keine Verlustverrechnung. Steuer fällt nur auf einen Gewinn an. Ist die Gebühr höher als die Rendite, schrumpft die Anlage jedes Jahr um die Differenz, und es wird keine Steuer berechnet.
- Nicht abgebildet: Kosten einer vorzeitigen Kündigung, Grenzen der Einlagensicherung, Wechselkurse, Ordergebühren und die Reihenfolge guter und schlechter Jahre. Die Ergebnisse sind Veranschaulichungen, keine Prognosen.
Tagesgeld, Festgeld und ETF im Vergleich
Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren liegt vor allem darin, wer das Risiko trägt. Beim Tagesgeld und Festgeld verspricht die Bank, Ihr Geld samt Zinsen zurückzuzahlen, und der Kontostand fällt nicht, wenn die Börse fällt. Bei einer Anlage besitzen Sie Wertpapiere, deren Kurse sich bewegen. Ihnen gehört die Chance nach oben, und Sie tragen auch das Risiko nach unten.
| Merkmal | Tagesgeld | Festgeld | Aktien-ETF |
|---|---|---|---|
| Zins oder Rendite | Variabel, die Bank kann ihn ändern | Fest für die vereinbarte Laufzeit | Nicht im Voraus bekannt, in jedem Jahr auch negativ möglich |
| Wert unterwegs | Fällt nicht mit der Börse | Fällt nicht mit der Börse | Schwankt mit den Kursen, teils stark |
| Verfügbarkeit | Täglich | Vor Laufzeitende in der Regel nicht | Börsentäglich verkäuflich, aber womöglich zu einem schlechten Kurs |
| Schutz | Einlagensicherung bis 100.000 € | Einlagensicherung bis 100.000 € | Keine Einlage, Anteile bleiben Ihr Eigentum |
| Kosten | Meist keine | Meist keine | Laufende Fondskosten, Ordergebühren |
| Typischer Zweck | Notgroschen, kurzfristige Ziele | Ziele mit festem Termin | Langfristige Ziele wie Altersvorsorge |
Laut BaFin ist Festgeld eine Geldanlage mit fester Laufzeit und garantiertem Zinssatz, über die Sie während der Laufzeit in der Regel nicht vorzeitig verfügen können; Tagesgeld bleibt täglich verfügbar, sein Zins schwankt. Die gesetzliche Einlagensicherung entschädigt nach § 8 Einlagensicherungsgesetz bis zu 100.000 €, laut BaFin pro Kunde und Bank. Dieselbe Stelle hält fest, dass Wertpapiere wie Aktien, Zertifikate oder Investmentfondsanteile nicht unter die Einlagensicherung fallen; sie sind Eigentum der Kunden und werden von der Bank nur verwahrt.
Die häufige Frage nach der „sichersten Geldanlage“ hat deshalb zwei Antworten. Gegen den Ausfall der Bank ist eine Einlage bis zur Grenze geschützt und ein ETF durch das Eigentum an den Anteilen. Gegen Kursverluste ist nur die Einlage geschützt. Gegen Inflation ist dagegen keine der beiden Formen von sich aus geschützt, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Der Rechner bildet nur die Renditeseite dieser Tabelle ab. Lesen Sie ihn deshalb als „wie groß ist der Abstand, und ist er die Unsicherheit wert“. Der Artikel Risiko und Rendite erklärt, warum höhere erwartete Renditen mit einer größeren Spannweite an Ergebnissen einhergehen, und Was ist Investieren? beschreibt den Unterschied zwischen dem Besitz von Vermögenswerten und einem Kredit an die Bank.
Nominale und reale Rendite
Die nominale Rendite ist das prozentuale Wachstum Ihres Kontostands in Euro. Die reale Rendite ist das Wachstum dessen, was Sie mit dem Geld kaufen können. Beide verbindet die Fisher-Gleichung:
realer Zins = (1 + nominaler Zins) ÷ (1 + Inflation) − 1Eine gängige Faustregel ist einfach Zins minus Inflation. Bei niedrigen Sätzen liegt sie nah am genauen Wert, bei höheren Sätzen weicht sie stärker ab. Die Tabelle zeigt 10.000 € als Einlage über 10 Jahre ohne Steuer, für verschiedene Kombinationen aus Zins und Inflation, berechnet mit der Logik des Rechners:
| Einlagezins / Inflation | Realer Zins pro Jahr | Faustregel | Nominal nach 10 Jahren | Real nach 10 Jahren |
|---|---|---|---|---|
| 1 % / 2 % | −0,98 % | −1 % | 11.046 € | 9.062 € |
| 2 % / 2 % | 0 % | 0 % | 12.190 € | 10.000 € |
| 3 % / 2 % | 0,98 % | 1 % | 13.439 € | 11.025 € |
| 4 % / 3 % | 0,97 % | 1 % | 14.802 € | 11.014 € |
| 9 % / 10 % | −0,91 % | −1 % | 23.674 € | 9.127 € |
| 15 % / 10 % | 4,55 % | 5 % | 40.456 € | 15.597 € |
Zwei Zeilen zeigen das Wesentliche. Bei 1 % Zins und 2 % Inflation wächst das Konto um mehr als 1.000 € und kauft nach 10 Jahren trotzdem rund 9 % weniger. Bei 9 % Zins und 10 % Inflation wächst der Betrag in Euro auf mehr als das Doppelte und verliert dennoch an Kaufkraft. Der nominale Endwert kann beruhigend aussehen, während der reale Wert etwas anderes sagt.
Deshalb stellt der Rechner die realen Werte neben die nominalen und zeichnet sie gepunktet. Für Sparentscheidungen beantwortet der reale Wert die Frage, die meist eigentlich gemeint ist: Kauft dieses Geld später mehr oder weniger als heute? Der Grundlagenartikel Inflation und warum Geld an Wert verliert erklärt, woher Inflation kommt, und der Inflationswirkungsrechner zeigt, wie steigende Preise einen festen Betrag über die Zeit aufzehren.
Steuern und Fondsgebühren: was vom Ertrag bleibt
Gebühren und Steuern machen aus einer Schlagzeilenrendite die Rendite, die Ihnen bleibt. Beides stellen Sie unter Weitere Optionen ein.
Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag und Teilfreistellung
In Deutschland beträgt die Einkommensteuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 32d Abs. 1 EStG 25 %. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf diese Steuer (§ 4 SolZG), zusammen 26,375 %, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Nach § 20 Abs. 9 EStG bleiben pro Jahr 1.000 € Kapitalerträge steuerfrei, bei zusammen veranlagten Ehegatten 2.000 € (Sparer-Pauschbetrag).
Für Aktienfonds, also auch die meisten Aktien-ETF, sind nach § 20 Abs. 1 InvStG 30 % der Erträge steuerfrei. Auf den Gewinn entfallen dann effektiv 26,375 % × 0,7 = 18,4625 %, in diesem Ratgeber gerundet als 18,46 % eingetragen. Thesaurierende Fonds werden außerdem jedes Jahr mit einer Vorabpauschale nach § 18 InvStG besteuert, die sich aus 70 % eines Basiszinses errechnet. Ein Teil der Steuer fällt also schon unterwegs an, und „Bei Auszahlung“ ist für einen ETF eine Vereinfachung.
| Ertrag | Steuersatz im Rechner | Steuerzeitpunkt im Rechner | Was der Rechner nicht abbildet |
|---|---|---|---|
| Zinsen auf Tagesgeld oder Festgeld | 26,375 % | Jährlich | Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer |
| Kursgewinn eines Aktien-ETF | 18,46 % | Bei Auszahlung | Vorabpauschale, Ausschüttungen, Freibetrag |
| Gewinn eines Fonds ohne Teilfreistellung | 26,375 % | Bei Auszahlung | Vorabpauschale, Freibetrag |
| Erträge innerhalb des Sparer-Pauschbetrags | 0 % | beliebig | Übersteigt der Ertrag den Freibetrag, wird nur der Rest besteuert |
Diese Sätze sind Eingaben für den Rechner, keine Steuerberatung. Ihre persönliche Lage, etwa Kirchensteuer oder ein nicht ausgeschöpfter Freibetrag, kann davon abweichen.
Steuerzeitpunkt
Die Tabelle zeigt 10.000 € angelegt zu 7 % pro Jahr ohne Gebühr, mit demselben Steuersatz entweder jedes Jahr oder einmal am Ende:
| Steuersatz und Zeitraum | Ohne Steuer | Jährlich besteuert | Bei Auszahlung besteuert | Vorteil bei Auszahlung |
|---|---|---|---|---|
| 18,46 %, 10 Jahre | 19.672 € | 17.421 € | 17.886 € | 465 € |
| 18,46 %, 20 Jahre | 38.697 € | 30.349 € | 33.399 € | 3.051 € |
| 18,46 %, 30 Jahre | 76.123 € | 52.870 € | 63.916 € | 11.046 € |
| 26,375 %, 10 Jahre | 19.672 € | 16.529 € | 17.121 € | 592 € |
| 26,375 %, 20 Jahre | 38.697 € | 27.321 € | 31.128 € | 3.807 € |
| 26,375 %, 30 Jahre | 76.123 € | 45.159 € | 58.683 € | 13.524 € |
Der Satz ist in jeder Zeile gleich, nur der Zeitpunkt unterscheidet sich. Über 30 Jahre zu 26,375 % bleiben 13.524 € mehr, wenn die Steuer erst am Ende anfällt.
Jährliche Fondsgebühr
Gebühren wirken gegen den Zinseszins, so wie die Stundung der Steuer für ihn wirkt. Hier 10.000 € zu 7 % Rendite ohne Steuer, nach jeder Gebührenstufe:
| Jährliche Fondsgebühr | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre | Verlust durch Gebühren über 30 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| 0 % | 19.672 € | 38.697 € | 76.123 € | 0 € |
| 0,1 % | 19.488 € | 37.980 € | 74.017 € | 2.106 € |
| 0,2 % | 19.307 € | 37.276 € | 71.968 € | 4.155 € |
| 0,5 % | 18.771 € | 35.236 € | 66.144 € | 9.979 € |
| 1 % | 17.908 € | 32.071 € | 57.435 € | 18.688 € |
| 1,5 % | 17.081 € | 29.178 € | 49.840 € | 26.283 € |
| 2 % | 16.289 € | 26.533 € | 43.219 € | 32.903 € |
2 % Gebühr auf 7 % Rendite lassen 5 % übrig, genau das, was eine Einlage zu 5 % brächte: Die 10-Jahres-Werte stimmen mit 16.289 € überein. Die laufenden Kosten eines Fonds finden Sie in seinen Produktinformationen; tragen Sie sie als „Jährliche Fondsgebühr“ ein. Eine Einlage hat in diesem Modell keine Fondsgebühr, deshalb ist die Gebühr das Erste, was Sie prüfen sollten, wenn der Vorsprung einer Anlage dünn aussieht.
Ab welcher Rendite schlägt eine Anlage das Festgeld
Die Break-even-Rendite ist die Anlagerendite, bei der beide Optionen gleich enden. Ohne Gebühr und Steuer ist sie einfach der Einlagezins. Steuern verschieben sie. Die Tabelle ermittelt die Schwelle mit den Funktionen des Rechners, für eine Einmalanlage ohne Fondsgebühr:
| Einlagezins | Ohne Steuern | Steuern, 10 Jahre | Steuern, 20 Jahre | 26,375 % auf beiden Seiten, 20 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| 1,5 % | 1,5 % | 1,34 % | 1,33 % | 1,45 % |
| 2 % | 2 % | 1,78 % | 1,76 % | 1,91 % |
| 2,5 % | 2,5 % | 2,22 % | 2,18 % | 2,37 % |
| 3 % | 3 % | 2,65 % | 2,6 % | 2,82 % |
| 4 % | 4 % | 3,52 % | 3,44 % | 3,7 % |
| 5 % | 5 % | 4,37 % | 4,25 % | 4,56 % |
„Steuern“ in den mittleren Spalten heißt: 26,375 % auf die Zinsen jedes Jahr und 18,46 % auf den Gewinn eines Aktien-ETF bei Auszahlung, wie im vorigen Abschnitt hergeleitet. Die letzte Spalte setzt 26,375 % auf beiden Seiten an, etwa für einen Fonds ohne Teilfreistellung; dort wirkt nur der Zeitpunkt.
Zwei Effekte senken die Hürde: der niedrigere effektive Satz durch die Teilfreistellung und die Stundung der Steuer bis zum Verkauf. Über 10 Jahre endet ein Festgeld zu 3 %, jährlich mit 26,375 % besteuert, bei 12.442 €; eine Anlage mit 2,65 % pro Jahr und 18,46 % Steuer bei Auszahlung bei 12.438 €, praktisch gleich.
Lesen Sie die Tabelle als Untergrenze, nicht als Ziel. Die Schwelle setzt voraus, dass die Anlage ihre Rendite jedes Jahr ohne Ausnahme liefert. Eine echte Anlage braucht einen Abstand darüber, der die Möglichkeit eines schlechteren Verlaufs ausgleicht, und wie groß dieser Abstand sein soll, hängt von Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Verlusttoleranz ab. Eine Fondsgebühr kommt hinzu: Mit 0,2 % TER steigt die nötige Rendite vor Kosten um 0,2 Prozentpunkte.
Anlagehorizont und Risiko: wie sicher ist sicher
Fragen wie „Tagesgeld oder ETF“ oder „Wie lege ich 100.000 € am besten an“ hängen meist am Anlagehorizont. Der Rechner zeigt die rechnerische Seite. Hier 10.000 € als Einlage zu 3 % und als Anlage zu 7 %, ohne Steuer und Gebühr, bei 2 % Inflation:
| Jahre | Einlage zu 3 % | Anlage zu 7 % | Abstand | Realer Wert der Anlage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 10.300 € | 10.700 € | 400 € | 10.490 € |
| 3 | 10.927 € | 12.250 € | 1.323 € | 11.544 € |
| 5 | 11.593 € | 14.026 € | 2.433 € | 12.703 € |
| 10 | 13.439 € | 19.672 € | 6.232 € | 16.137 € |
| 20 | 18.061 € | 38.697 € | 20.636 € | 26.042 € |
| 30 | 24.273 € | 76.123 € | 51.850 € | 42.025 € |
Nach einem Jahr liegt die gleichmäßige 7-%-Anlage nur 400 € vorn. Das ist wenig gemessen daran, wie stark sich ein Aktien-ETF in einem Jahr bewegen kann. Nach 30 Jahren wächst der modellierte Abstand auf 51.850 €, und es bleibt mehr Zeit, schlechte Jahre aufzuholen. Je länger der Horizont, desto mehr zählt der Renditeabstand im Verhältnis zu kurzfristigen Schwankungen. Das ist die übliche Begründung dafür, kurzfristiges Geld auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto und langfristiges Geld in Anlagen zu halten.
Die häufige Frage „Warum verlieren so viele Anleger mit ETFs Geld?“ zielt genau auf diese Lücke. Wer in einem Kursrückgang verkaufen muss oder verkauft, realisiert den Verlust, den eine Rechnung mit konstanter Rendite nie zeigt. Der Rechner kann diese Seite nicht direkt abbilden, denn das Feld für die Anlagerendite beginnt bei 0 %, und die Rendite ist jedes Jahr gleich. Sie können aber die Empfindlichkeit testen: Mit der Einlage zu 3 % über 10 Jahre (13.439 €) endet eine Anlage mit durchschnittlich 5 % bei 16.289 €, mit 2 % bei 12.190 € und mit 0 % bei 10.000 €, das sind bei 2 % Inflation 8.203 € in heutigem Geld. Eine echte Anlage kann einen Zeitraum nach einem Kursrückgang auch unter dem Anfangsbetrag beenden, was keine Eingabe hier darstellt.
Daraus folgen einige Faustregeln, allgemein und nicht als persönliche Beratung:
- Geld für Notfälle gehört dorthin, wo sein Wert stabil und schnell verfügbar ist. Der Artikel Notgroschen: Was er ist und wie man ihn aufbaut beschreibt, wie viel und wo, und der Notgroschen-Rechner bemisst ihn.
- Geld für ein Ziel in wenigen Jahren ist meist stärker durch einen schlecht getimten Kursrückgang gefährdet als durch ein paar entgangene Prozentpunkte. Ein Festgeld mit passender Laufzeit kann hier das Werkzeug sein.
- Geld mit langem Horizont ist der Ort, an dem ein Renditevorsprung Zeit zum Wachsen hat. Der Artikel Arten von Anlagevermögen beschreibt die wichtigsten Möglichkeiten und ihre Risiken, und Anleihen liegen zwischen Einlagen und Aktien.
Die Einlagensicherung schützt vor dem Ausfall der Bank, nicht vor der Inflation. Ein Festgeld mit einem Zins unter der Inflationsrate ist sicher im Nominalwert und verliert trotzdem jedes Jahr an Kaufkraft.
Realer Wert auf einen Blick
Diese Übersicht zeigt den realen Wert von 10.000 € in heutigem Geld bei angenommenen 2 % Inflation, für verschiedene nominale Jahressätze und Zeiträume, ohne Steuer und Gebühr. Sie gilt für beide Seiten des Rechners: Tragen Sie den Einlagezins ein oder die Anlagerendite nach Gebühren.
| Nominaler Satz pro Jahr | 5 Jahre | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| 0 % | 9.057 € | 8.203 € | 6.730 € | 5.521 € |
| 1 % | 9.519 € | 9.062 € | 8.212 € | 7.441 € |
| 2 % | 10.000 € | 10.000 € | 10.000 € | 10.000 € |
| 3 % | 10.500 € | 11.025 € | 12.155 € | 13.400 € |
| 4 % | 11.020 € | 12.143 € | 14.746 € | 17.906 € |
| 5 % | 11.560 € | 13.363 € | 17.856 € | 23.860 € |
| 6 % | 12.121 € | 14.691 € | 21.583 € | 31.708 € |
| 7 % | 12.703 € | 16.137 € | 26.042 € | 42.025 € |
| 8 % | 13.308 € | 17.711 € | 31.367 € | 55.553 € |
Die Zeile mit 2 % bleibt bei 10.000 €, weil der Satz genau der Inflation entspricht. Bargeld ohne Zinsen verliert bei 2 % Inflation in 30 Jahren fast die Hälfte seiner Kaufkraft und endet bei 5.521 €. Lesen Sie zwei Zeilen, um eine Einlage und eine Anlage zu vergleichen, etwa 3 % und 7 % nach 20 Jahren: 12.155 € gegenüber 26.042 € in heutigem Geld. Die Werte skalieren mit dem Betrag, 50.000 € ergeben also das Fünffache.
Rechenbeispiele
Jedes Beispiel nutzt EUR als Anzeigewährung und zeigt genau, was der Rechner für die genannten Eingaben ausgibt.
Beispiel 1: 10.000 € als Festgeld oder im ETF für 10 Jahre
Gegeben: Anfangsbetrag 10.000 €, Jährlicher Einlagezins 3 %, Jährliche Anlagerendite 7 %, Jährliche Inflationsrate 2 %, Zeitraum 10 Jahre. Weitere Optionen bleiben auf 0.
Schritte:
- EUR wählen und 10000 als Anfangsbetrag eintragen.
- 3, 7 und 2 in die drei Zinsfelder und 10 als Zeitraum eintragen.
- Hauptzahl und Kennzahlen lesen, dann den Tab „Nach Jahren“ öffnen.
Ergebnis: Endwert der Einlage 13.439 €, Endwert der Anlage 19.672 €, Realer Wert der Einlage 11.025 €, Realer Wert der Anlage 16.137 €. Die Hauptzahl zeigt +6.232 €.
| Jahr | Einlage | Anlage | Einlage (real) | Anlage (real) |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 10.300 € | 10.700 € | 10.098 € | 10.490 € |
| 3 | 10.927 € | 12.250 € | 10.297 € | 11.544 € |
| 5 | 11.593 € | 14.026 € | 10.500 € | 12.703 € |
| 10 | 13.439 € | 19.672 € | 11.025 € | 16.137 € |
Der nominale Abstand beträgt 6.232 €, der reale 5.113 €. Das Festgeld schlägt die Inflation, aber nur um gut 1.000 € Kaufkraft in 10 Jahren. Der Vorsprung der Anlage hängt vollständig davon ab, dass die 7 % jedes Jahr kommen, was der Rechner annimmt und die Börse nicht verspricht.
Beispiel 2: Tagesgeld gegen Aktien-ETF mit Abgeltungsteuer und TER
Gegeben: Anfangsbetrag 25.000 €, Jährlicher Einlagezins 2,5 %, Jährliche Anlagerendite 7 %, Jährliche Inflationsrate 2 %, Zeitraum 15 Jahre. Dann unter Weitere Optionen: Steuer auf Einlageerträge 26,375 % „Jährlich“, Jährliche Fondsgebühr 0,2 %, Steuer auf Anlageerträge 18,46 % „Bei Auszahlung“. Der Sparer-Pauschbetrag ist hier als bereits ausgeschöpft angenommen.
Schritte:
- EUR wählen, 25000, 2,5, 7, 2 und 15 eintragen.
- Weitere Optionen öffnen und jede Belastung einzeln hinzufügen, nach jedem Schritt die Kennzahlen notieren.
Ergebnis:
| Einstellungen | Endwert der Einlage | Endwert der Anlage | Realer Wert der Anlage |
|---|---|---|---|
| Ohne Kosten | 36.207 € | 68.976 € | 51.250 € |
| Plus 26,375 % jährliche Steuer auf Zinsen | 32.867 € | 68.976 € | 51.250 € |
| Plus 0,2 % jährliche Fondsgebühr | 32.867 € | 67.067 € | 49.832 € |
| Plus 18,46 % Steuer bei Auszahlung | 32.867 € | 59.301 € | 44.062 € |
| Gleich, Anlage aber jährlich besteuert | 32.867 € | 56.168 € | 41.734 € |
Mit allen Kosten beträgt der reale Wert der Einlage 24.420 €, und die Hauptzahl zeigt +26.435 €. Die jährliche Steuer senkt den wirksamen Zins des Tagesgelds von 2,5 % auf 1,84 % und damit unter die angenommene Inflation von 2 %. Im Tab Nach Jahren des vollständigen Laufs zeigt Jahr 14 für die Anlage 62.797 € und Jahr 15 59.301 €: Nur das letzte Jahr ist nach Steuern, wie im Abschnitt zum Lesen der Ergebnisse beschrieben. Die letzte Zeile ist eher eine Obergrenze für die Wirkung der Vorabpauschale, denn diese besteuert jedes Jahr in der Regel nur einen Teil des Wertzuwachses.
Beispiel 3: Wann die Einlage bei hoher Inflation gewinnt
Gegeben: Anfangsbetrag 10.000 € und das Szenario „Hohe Inflation“: Jährlicher Einlagezins 15 %, Jährliche Anlagerendite 10 %, Jährliche Inflationsrate 10 %, Zeitraum 10 Jahre. Keine Steuern und Gebühren.
Schritte:
- EUR wählen, 10000 eintragen und „Hohe Inflation“ anklicken.
- Die Kennzahlen lesen, dann den Einlagezins auf 10 % und auf 9 % senken und schließlich 15 % mit 26,375 % Steuer „Jährlich“ auf die Einlage wiederherstellen.
Ergebnis:
| Lauf | Endwert der Einlage | Endwert der Anlage | Realer Wert der Einlage | Realer Wert der Anlage |
|---|---|---|---|---|
| Szenario wie gesetzt | 40.456 € | 25.937 € | 15.597 € | 10.000 € |
| Einlage zu 10 %, gleich der Inflation | 25.937 € | 25.937 € | 10.000 € | 10.000 € |
| Einlage zu 9 % | 23.674 € | 25.937 € | 9.127 € | 10.000 € |
| Einlage zu 15 %, jährlich mit 26,375 % besteuert | 28.506 € | 25.937 € | 10.990 € | 10.000 € |
Im Szenario wie gesetzt zeigt die Hauptzahl −14.518 €: Der höhere Zins der Einlage gewinnt in jedem Jahr. Ihr realer Zins beträgt 4,55 % pro Jahr, während die 10 % der Anlage gerade mit der Inflation Schritt halten, sodass ihr realer Wert genau bei 10.000 € bleibt. Sind Einlagezinsen im Verhältnis zu den erwarteten Renditen anderswo hoch, kann eine Einlage schon rechnerisch die bessere Wahl sein. Bei 10 % sind beide Optionen identisch, bei 9 %, also unter der Inflation, wächst die Einlage in Euro auf mehr als das Doppelte und endet doch bei 9.127 € Kaufkraft.
Typische Fehler beim Vergleich von Festgeld und ETF
- Die Anlagerendite als garantiert behandeln. Der Rechner wendet sie jedes Jahr ohne Ausnahme an. Rechnen Sie den Vergleich auch mit einer niedrigeren Rendite und fragen Sie, ob der Abstand das Risiko noch rechtfertigt.
- Nur nominale Werte vergleichen. Zwei Ergebnisse können beide nach Wachstum aussehen, während eines an Kaufkraft verliert. Prüfen Sie die realen Werte, besonders bei hoher Inflation.
- Steuern nur auf einer Seite eintragen. Wer die Abgeltungsteuer bei der Einlage einträgt, muss auch die Anlage besteuern, sonst ist der Vergleich schief. Passen Sie den Zeitpunkt an die Besteuerung des jeweiligen Produkts an.
- Die Teilfreistellung vergessen oder doppelt zählen. Für einen Aktien-ETF ist der effektive Satz auf den Gewinn rund 18,46 %, nicht 26,375 %. Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld haben keine Teilfreistellung.
- Die Fondsgebühr vergessen. Sie wird jedes Jahr abgezogen, und ihre Kosten verzinsen sich mit. Schon 0,5 % pro Jahr verringern ein 30-Jahres-Ergebnis in der Gebührentabelle um rund 13 %.
- Einen nominalen Monatszins als Einlagezins eintragen. Der Rechner verzinst einmal im Jahr. Tragen Sie den effektiven Jahreszins der Bank ein.
- Frühere Jahre bei „Bei Auszahlung“ als Werte nach Steuern lesen. Nur das letzte Jahr ist nach Steuern. Stellen Sie den Zeitraum auf das Jahr, in dem Sie verkaufen wollen.
- Verfügbarkeit und Laufzeit ignorieren. An ein Festgeld kommen Sie vor Laufzeitende in der Regel nicht heran, ein ETF muss womöglich in einem fallenden Markt verkauft werden. Und ein Tagesgeldzins kann sich jederzeit ändern. Der Rechner nimmt an, dass Sie beide bis zum Ende halten und die Sätze gleich bleiben.
Die Ergebnisse sind Veranschaulichungen, keine Prognosen und keine Finanz- oder Steuerberatung. Vergangene Renditen garantieren keine künftigen Ergebnisse, und jede Anlage, die mehr bringen kann als eine Bankeinlage, kann auch an Wert verlieren.
Grenzen des Rechners und nächste Schritte
Dieser Rechner beantwortet eine Frage klar: wie ein Einmalbetrag bei Ihren Sätzen als Einlage und als Anlage wächst, vor und nach Inflation, Gebühren und einem festen Steuersatz. Er kennt weder Ihre persönliche Steuerlage noch Ihren Sparer-Pauschbetrag, weder die Höhe der Vorabpauschale in einem bestimmten Jahr noch den Zins, den Ihre Bank nach Ablauf eines Festgelds anbietet, und auch nicht, was die Börse tun wird. Monatliches Sparen, Entnahmen oder ein Jahr mit fallenden Kursen kann er nicht darstellen.
Was er auslässt, decken andere Werkzeuge ab:
- Der Zinseszinsrechner ergänzt monatliche Sparraten und unterschiedliche Zinsintervalle, etwa für einen ETF-Sparplan.
- Der Gebühreneffekt-Rechner zeigt die langfristigen Kosten von Fondsgebühren im Detail.
- Der Inflationswirkungsrechner rechnet jeden künftigen Betrag in heutige Kaufkraft um.
- Der Anleiherendite-Rechner hilft, wenn die Alternative zum Festgeld eine Anleihe ist und kein Aktienfonds.
Zum Hintergrund lesen Sie Risiko und Rendite und Zinseszins und der Zeitwert des Geldes. Für Entscheidungen über Ihre Ersparnisse, Steuern oder Altersvorsorge kann eine unabhängige Beratung sinnvoll sein, bei Steuerfragen etwa eine Steuerberatung.
Häufig gestellte Fragen
Kurze Antworten auf häufige Fragen zu Festgeld, Tagesgeld und ETF und dazu, wie dieser Rechner Einlage und Anlage vergleicht.