Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis teilt den Aktienkurs eines Unternehmens durch seinen Gewinn je Aktie und zeigt, wie viel Anleger für jede Gewinneinheit zu zahlen bereit sind — eine wichtige Bewertungskennzahl.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), auf Englisch Price-to-Earnings Ratio (P/E), gehört zu den meistgenutzten Instrumenten zur Bewertung einer Aktie. Es wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie (EPS) des Unternehmens geteilt wird. Ein KGV von 20 bedeutet, dass Anleger für jede Aktie das Zwanzigfache des jährlichen Unternehmensgewinns zahlen.
Ein hohes KGV deutet darauf hin, dass Anleger starkes künftiges Wachstum erwarten und heute bereit sind, für diese erwarteten Gewinne einen Aufschlag zu zahlen. Ein niedriges KGV kann auf ein unterbewertetes Unternehmen, ein Unternehmen mit langsamem Wachstum oder auf bestehende Schwierigkeiten hindeuten. Der Kontext ist entscheidend — am aussagekräftigsten ist das KGV im Vergleich mit Unternehmen derselben Branche, der eigenen historischen Bandbreite des Unternehmens oder dem Durchschnitt des breiten Marktes.
Das KGV hat Grenzen. Es verwendet vergangenheitsbezogene Gewinne, die künftige Aussichten möglicherweise nicht widerspiegeln. Bei Unternehmen mit Verlusten ist kein aussagekräftiges KGV vorhanden. Für eine stärker zukunftsgerichtete Betrachtung verwenden Analysten häufig das erwartete KGV, das auf den prognostizierten Gewinnen der kommenden zwölf Monate beruht.
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